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ALTERSVORSORGE

Bye, bye Riester. Hello, eigene Immobilie!

Der Garantiezins für neue Lebens- und Rentenversicherungen wird 2022 erneut gesenkt, das eingezahlte Geld wird dann nicht mehr garantiert. Immobilien sind hingegen wertstabil, inflationsunabhängig und bieten eine höhere Rendite.

Sinkender Garantiezins – was ändert sich für Versicherte?

Seit Ende der Neunziger Jahre wurde der Garantiezins für Lebensversicherungen, Rentenversicherungen und Riesterverträge bereits sieben Mal (!) gesenkt. Hierbei geht es um den maximalen Zins auf die Versicherungssumme, den Versicherungen neuen Kund:innen bei Vertragsabschluss garantieren dürfen – also den Wertzuwachs über die gesamte Versicherungsdauer.

2022 wird der Garantiezins um ein weiteres Mal gesenkt: von derzeit 0,9 auf 0,25 Prozent. Wer ab dann eine klassische Lebens- oder Rentenversicherung abschließt, bekommt deutlich weniger Zinsen. Auch soll es zukünftig keine Garantie mehr geben, das eingezahlte Geld nach Ende der Vertragslaufzeit wieder zurückzuerhalten.
Altverträge sind von dieser Änderung nicht betroffen. Doch wer früher zu höheren Garantiezinsen seine Versicherung abgeschlossen hat, erhält meist auch nur noch exakt diese, zudem wird die erhoffte Überschussbeteiligungen nicht mehr zur Auszahlung kommen.

Der Nachteil für Versicherte zeigt sich bereits jetzt: immer weniger Versicherungen bieten diese klassischen Produkte mit garantierten Zinsen und einer Absicherung des eingezahlten Beitrags an. Bereits 58 Prozent aller neu abgeschlossenen Versicherungen bieten nur noch eine abgespeckte oder gar keine Garantie mehr, zwölf Prozent sind Versicherungen auf Fondsbasis mit entsprechendem Risiko auf die Einlagen.

Die neuen Versicherten werden dann zwar wieder an Überschüssen beteiligt, doch gibt es kaum noch volle Beitragsrückzahlungsgarantien. Mit dem Versprechen auf eine höhere Rendite bieten diese „flexiblen“ Versicherungsmodelle nur eine Garantie auf die einbezahlten Beiträge zwischen 60 und 90 Prozent – wer Pech hat, hat zum Schluss mehr Geld verloren als gewonnen.

Riester-Rente – ein Auslaufmodell?

Durch die Absenkung des Garantiezinses droht neuen Riester-Versicherungen das Aus. Denn die Versicherungsunternehmen sind laut Gesetz dazu verpflichtet, bei der Rieser-Rente zumindest die volle Rückzahlung der eingezahlten Beiträge zu garantieren. Die garantierte Rendite liegt bei maximal 0,25 Prozent – hieraus müssen alle Verwaltungs- und Vertriebskosten bestritten werden.

Wenn die Zinsen weiter gesenkt werden, entsteht durch die Verpflichtung zur Beitragsgarantie ein Minusgeschäft für die Versicherungen, denn diese verursacht hohe interne Kosten. Der Versichererverband GDV plädiert deshalb auf eine Beitragsrückzahlungs-Garantieabsenkung auf 80 Prozent, das Bundesarbeitsministerium lehnt eine Garantiesenkung im Sinne der Verbraucher:innen bisher jedoch ab. Somit ist fraglich, ob unter den geänderten Bedingungen überhaupt noch neue Riester-Versicherungen verkauft werden.

Deshalb sind Immobilien die bessere Altersvorsorge

Der investive Gegenwert „Betongold“, solide Rendite, Inflationsunabhängigkeit und Entscheidungsfreiheit – das sind die Buzzwords, wenn es um den Vorteil von Immobilien zur Vermögensbildung im Vergleich zu Lebensversicherungen und Rentenversicherungen geht.

1. Höhere Rendite

Das in die eigene Immobilie eingezahlte Geld ist wortwörtlich „in Stein gemeißelt“ und vermehrt sich marktwertbedingt darin – zumindest in aufstrebenden Wohnungsmärkten wie beispielsweise Berlin und Umland.

Woran Sie einen guten Standort für Ihre Kapitalanlage erkennen? Als vorteilhaft gilt ein Standort dann, wenn er in der Nähe einer prosperierenden Metropole gelegen ist oder selbst wirtschaftlich gut aufgestellt ist. Eine gute Infrastruktur, eine niedrige Arbeitslosenquote sowie ein stetes Bevölkerungswachstum sind weitere Faktoren, die sich positiv auf die Wertentwicklung auswirken.

Ein direkter Vergleich:

Die durchschnittliche Rendite für Anlageimmobilien in Berlin liegt aktuell bei durchschnittlich 3,2 Prozent (Quelle: ifo Institut / immowelt).

Die Lebensversicherungen werfen 2021 im Vergleich durchschnittlich eine Rendite von 2,65 Prozent ab. 0,09 Prozentpunkte weniger als 2020. Riesterrenten kommen sogar nur auf durchschnittlich 1,99 Prozent – 2,19 Prozent weniger als noch 2020. Tendenz weiter sinkend (Quelle: Tagesspiegel).

Abhängig ist die Rendite unter anderem von der erzielten Miethöhe, Instandhaltungskosten und den individuellen Bedingungen für die Immobilienfinanzierung – etwa das vorhandene Eigenkapital und die Kreditlaufzeit.

2. Inflationsunabhängigkeit

Wer langfristig mit einer Lebensversicherung sparen möchte, muss neben den sinkenden Garantiezinsen auch die Inflation berücksichtigen, denn diese schmälert die Kaufkraft. Bei einer Summe von 100.000 Euro und einer Laufzeit von 30 Jahren bleibt bei einer jährlichen Inflationsrate von einem Prozent letztlich nur eine Kaufkraft von gut 74.000 Euro.

Vor diesem Hintergrund wird die Immobilie als inflationsunabhängige und stabile Wertanlage weiter an Bedeutung gewinnen – denn sie behält oder steigert ihren Sachwert über Generationen hinweg.

Indem die Notenbanken neues Geld drucken, sinkt bei einer Inflation der Geldwert. Der Mietpreis einer Immobilie kann hingegen an die Inflationsrate angepasst werden, so dass Eigentümer:innen unabhängig von der Inflation bleiben. Hinzu kommt ein langfristiger Wertzuwachs bei strategisch gut gelegenen Anlageimmobilien.

3. Flexibilität im Alter

Ob ein zusätzliches Einkommen zur Rente durch Mieteinnahmen, Wohnraum für die eigenen Kinder oder mietfreies Wohnen im Alter – durch den Kauf einer Anlageimmobilie bilden Sie eigenes Vermögen und haben immer die Entscheidungsfreiheit. Denn auch der Verkauf oder die immobilienverrentung sind immer möglich. Das macht die eigene Immobilie zu einem elementaren Bestandteil der privaten Altersvorsorge und schützt effektiv vor Altersarmut.

Anlageimmobilien in Berlin kaufen

Berlin ist auf dem Weg zur globalen Metropole. Als boomender europäischer Wirtschaftsstandort, wird die Hauptstadt in den nächsten Jahren auf über vier Millionen Einwohner:innen anwachsen. Zwar bremste der Berliner Mietendeckel die Euphorie einiger Anleger:innen, doch auch mit gedeckelten Mieten liegt die Rendite für Anlageimmobilien in Berlin zwischen 1 und 3,2. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass der Mietendeckel vorzeitig vor dem Verfassungsgericht gekippt wird. Und selbst wenn nicht, läuft dieser zu 2025 aus. Spätestens dann dürften die Mieten in der Hauptstadt wieder steigen – und die Rendite der Kapitalanleger:innen ebenfalls.

Besonders das nahe Berliner Umland wird für Anleger attraktiver, da das Angebot an Mietwohnungen und Kaufimmobilien in der Hauptstadt nicht die Nachfrage deckt. Großes Potenzial für Kapitalanleger:innen: die Kaufpreise sind noch niedriger, der Wertzuwachs groß. Zuletzt gab es Preissteigerungen von 35 Prozent und mehr.

Gerne berät Sie unser erfahrenes Makler:innen-Team rund um das Thema Anlageimmobilien in Berlin und Umland. Schreiben Sie uns über unser Kontaktformular oder rufen Sie uns an unter +49 (30) 610 820 200.

Foto von furkanfdemir von Pexels


Die aufgeführten Zahlen und Prognosen beruhen auf Beispielen und den genannten Quellen, für deren Richtigkeit wir keine Garantie übernehmen.