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Eigentumsförderung

Staatliches Darlehen zum Kauf von Wohneigentum

Keine Finanzierung ohne Eigenkapital? Schon ab 2023 könnte privaten Immobilienkäufer:innen ein eigenkapitalersetzendes Darlehen des Staates helfen.

Was genau plant das Bundesbauministerium?

Im Interview mit der Wirtschaftswoche sprach Bundesbauministern Klara Geywitz (SPD) von ihrem Plan, schnellstmöglich ein eigenkapitalersetzendes Darlehen zum Kauf von Wohneigentum einzuführen. Private Käufer:innen von Wohneigentum zur Eigennutzung sollen so entlastet werden. Denn der Immobilienkauf wird für viele Menschen ohne das nötige Eigenkapital immer schwerer. Gründe sind die steigenden Immobilienpreise, hohe Kaufnebenkosten, die Inflation und steigende Hypothekenzinsen.

Zusätzlich ist eine Reform der Grunderwerbsteuer in Planung, etwa in Form von Freibeträgen für Erstkäufer:innen von Wohneigentum zur Selbstnutzung. Die genaue Ausgestaltung ist jedoch noch nicht bekannt.

Wie soll das Darlehen zum Kauf von Wohneigentum Immobilienkäufer:innen entlasten?

Derzeit scheitern viele Kreditanträge durch einen zu geringen Eigenkapitalanteil. Vor allem die Kaufnebenkosten (Maklerprovision, Notarkosten und Grunderwerbsteuer) müssen in der Regel durch das Eigenkapital bestritten werden. Sie berechnen sich anteilig am Kaufpreis und steigen daher gemeinsam mit den Immobilienpreisen. Vollfinanzierungen sind selten und mit hohen Zusatzkosten für Käufer:innen verbunden.

Beide Maßnahmen sollen Menschen helfen, leichter einen Kredit für den Immobilienkauf zu erhalten. Und somit eigenes Vermögen zu bilden und von steigenden Mieten unabhängig zu werden. Denn Wohneigentum stellt in Zeiten des demografischen Wandels und unsicherer Finanzmärkte ein entscheidendes Standbein der privaten Altersvorsorge dar. Insbesondere für Familien und Frauen, die statistisch häufiger von niedrigen Rentenzahlungen betroffen sind.

Wer kann das Darlehen in Anspruch nehmen?

Das Darlehen zum Kauf von Wohneigentum erinnert an das inzwischen ausgelaufene Baukindergeld. Dieses konnte bis März 2021 beantragt werden. Jedoch sollen nun nicht nur Familien, sondern alle Privatpersonen, die eine Immobilie kaufen wollen, unterstützt werden. Und zwar nicht als Zuschuss, der schnell durch erhöhte Preise wieder verpufft ist, sondern zur Sicherung der Grundvoraussetzung für einen Immobilienkredit.

Laut aktueller Informationslage können alle privaten Immobilienkäufer:innen von Wohneigentum zur Selbstnutzung mit deutscher Staatsbürgerschaft das staatliche Darlehen in Anspruch nehmen. Wahrscheinlich ist, dass sich dies auf Erstkäufer:innen beschränkt, wie es auch bei den Freibeträgen auf die Grunderwerbsteuer angedacht ist.

„Jeder, der ein Haus oder eine Wohnung zur Eigennutzung kauft, soll bei den Kaufnebenkosten entlastet werden.“

Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) im Interview mit wiwo.de

Ob es darüber hinaus Obergrenzen in Bezug auf das vorhandene Eigenkapital geben wird, ist derzeit noch offen.

Ab wann kann man das Darlehen zum Kauf von Wohneigentum beantragen?

Konkrete Zeitpläne zur Umsetzung sind noch nicht bekannt. Das Programm könnte laut den Aussagen der Ministerin jedoch bereits 2023 starten. Sobald es hierzu weitere Details gibt, werden wir diesen Beitrag selbstverständlich aktualisieren.

Wird das staatliche Darlehen zinsfrei sein?

Auch dazu, ob das Darlehen zum Kauf von Wohneigentum zinsfrei gestaltet wird oder es zu niedrigeren Zinssätzen als übliche Immobilienkredite angeboten werden wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts bekannt.

„Heim“vorteil: Gut informiert rund ums Thema Wohneigentum

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Foto: Mikhail Nilov von Pexels