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ANLAGEIMMOBILIE IN BERLIN

Lohnt sich der Kauf einer Anlageimmobilie in Berlin noch?

Gegenfrage: wo sonst? Die Nachfrage nach Wohnungen ist höher als das Angebot, die Politik reguliert den Markt immer stärker. Doch Anlegern bieten sich neue Chancen – durch Vergleich und Flexibilität.

Die Regierung macht es durch Mietendeckel und Umwandlungsverbot privaten Kapitalanlegern schwer, wirtschaftlich in Immobilien zu investieren. Denn oft reichen die gedeckelten Mieten kaum aus, um überhaupt den Immobilienkredit zu bedienen. Das erschwert es vor allem privaten Kapitalanlegern mit niedrigerem Eigenkapital.

Zudem steigen die Immobilienpreise in Berlin weiter. Kein Wunder, dass bei Kaufinteressenten die Frage aufkommt, ob der Kauf einer Anlageimmobilie in Berlin jetzt noch Sinn macht.

Klare Antwort: ja. Gerade in Berlin und Umland.

Besonders im Gegensatz zum Kauf für die Selbstnutzung, stellen Immobilien als Kapitalanlage meist eines von mehreren Standbeinen der Vermögensbildung dar, etwa neben Wertpapieren oder ETFs. Doch während Aktien sehr stark von Marktveränderungen und globalen Krisen beeinflusst werden, zeichnen sich Immobilien durch eine langlebige Wertbeständigkeit aus, vor allem in gefragten Lagen. Eine plausible Entscheidung, dass die Deutschen lieber in „Betongold“ investieren als in Aktien.

Wer bei der Wahl des Standorts also vorausschauend vorgeht, kann hier mit weiteren Preissteigerungen und somit einem Wertzuwachs rechnen. Es ist jedoch wichtig, das Entwicklungspotenzial des Standorts genau zu beobachten. Wer auch schon vor einigen Jahren auf Berlin setzte, machte alles richtig: die Immobilienkaufpreise in Berlin stiegen allein im letzten Jahr um bis zu 12 Prozent zum Vorjahr. Einfacher Grund: die Preise in Berlin lagen lange Zeit weit hinter denen anderer deutscher Großstädte zurück – die Hauptstadt holt lediglich auf.

Auch wenn mit einer Verlangsamung des Preiswachstums in Berlin gerechnet wird, geht der Trend weiterhin nach oben. Trotz der politischen Maßnahmen, die bedauerlicherweise den Erwerb von Wohneigentum sowohl für Selbstnutzer als auch Kapitalanleger erschweren. Diese Politik darf begründet bezweifelt werden.

Speckgürtel und Umland boomen

Das logische Problem am begehrten Standort Berlin: die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum ist höher als das Angebot. Der Platz für Neubauten ist begrenzt. Es wird zwar inzwischen auch mehr gebaut (allein zwischen 2012 und 2019 entstanden in Berlin 96.533 neue Wohnungen, Quelle: Tagesspiegel), doch das Bauland ist knapp und es wird noch eine Weile dauern, bis sich der Neubau auf die Preise am Markt auswirkt. Kein Wunder, dass die Immobilienpreise in Randbezirken wie Haselhorst (+35 Prozent) und Malchow (+34,7 Prozent) seit 2018 besonders stark angestiegen sind (Quelle: Scoperty).

Während für Berlin eine Verlangsamung der Preisentwicklung auf hohem Niveau erwartet wird, beschleunigt sich der Anstieg in Randlagen und sogenannten B-Städten. Besonders gefragt sind große Familienwohnungen, Reihenhäuser und Einfamilienhäuser mit Gärten. Der Mensch braucht ‚Grün‘, das liegt wortwörtlich in seiner Natur.

Die Erfahrungen mit der Corona-Pandemie haben vorherrschende Trends noch verstärkt: die Suburbanisierung und die Nachfrage nach Wohneigentum. Denn wer auch nach dem Lockdown im Home Office arbeiten darf, nimmt dafür größere Entfernungen zur Arbeitsstelle in Kauf. Und wer Kinder zuhause hat, wünscht sich ein weiteres Zimmer oder Nähe zur Natur. Noch sind sowohl Mieten als auch Kaufpreise im Umland deutlich erschwinglicher als in Berlin. Das hat die Immobiliensuche nachhaltig verändert.

Wer bei seiner Kapitalanlage auf eine gute Rendite setzt, wird sich zusehends im Berliner Umland nach Kaufobjekten umsehen. Denn durch das wachsende Interesse der Hauptstädter, steigen hier die Preise stärker als in der Großstadt selbst. Das sichert auch die Nachfrage nach Objekten zur Miete.

Und was ist mit Immobilien in Berlin?

Die Mär vom Immobilienhai und geldgierigen Vermieter hält sich hartnäckig und wird regelmäßig instrumentalisiert, um neue Maßnahmen zur Regulierung des Miet- und Immobilienmarkts durchzubringen. Das macht es privaten Immobilienkäufern in Berlin schwer zu investieren. Dabei befinden sich 21 Prozent der Berliner Mietwohnungen im Besitz von Eigentümergemeinschaften. Diese Wohnungen werden von den Eigentümern meist als Anlage zur privaten Altersvorsorge genutzt.

Der Kauf einer Anlageimmobilie in Berlin ist weiterhin eine gute Option: denn Käufer einer vermieteten Wohnung in Berlin haben die Zeit auf ihrer Seite. Egal, ob die Wohnung mit Mieteinnahmen nun als zusätzliches Standbein für die Altersvorsorge dienen oder perspektivisch einmal selbst genutzt werden soll. Wohneigentum sichert Unabhängigkeit vom fremdbestimmten Wohnungsmarkt.

Zudem sind vermietete Wohnungen deutlich günstiger als freie Eigentumswohnungen. Käufer mit eher niedrigem Eigenkapital können durch den Kauf solcher Objekte also dennoch von den niedrigen Zinsen für den Immobilienkredit profitieren.

Neben der klassischen Vermietung reagieren Kapitalanleger kreativ auf die Marktregulation durch die Politik. So sind neue Wohnformen für Anleger in den Fokus gerückt: das reicht von der Vermietung auf Zeit über möblierte Wohnungen hin zu Seniorenwohnungen. Es muss also nicht immer die gängige Mietwohnung als Anlageimmobilie sein.

Mehr Insiderwissen, mehr Service, mehr Freude

Langjährige Erfahrung am Berliner Immobilienmarkt zeichnet das ImmoKEY Team aus. Mit diesem Wissen und unserem umfassenden Service unterstützen wir Sie bei der Suche nach der passenden Anlageimmobilie. Schreiben Sie uns über unser Kontaktformular oder rufen Sie uns an unter +49 (30) 610 820 200.

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Foto: Ingo Lawaczeck Photography