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IMMOBILIENKAUFPREISE 2021

Berlin: +12 Prozent Anstieg der Immobilienkaufpreise

Immobilien in Berlin boomen: Käufer zahlen durchschnittlich 4.094 Euro pro Quadratmeter. Mitte und Neukölln mit dem größten Preisanstieg.

Trotz Corona – oder wegen?
Deutschlandweiter Preisanstieg für Immobilien

Die Corona-Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen bewirkten erstaunlich wenig Zurückhaltung auf dem Immobilien- und Wohnungsmarkt im Jahr 2020. Entgegen erster Erwartungen zu Beginn des Jahres stiegen die Immobilienkaufpreise deutschlandweit, wie der Tagesspiegel berichtete. In Krisenzeiten setzen die Deutschen offenbar noch mehr als sonst auf Wohneigentum.

Das Immobilienportal ImmobilienScout24 meldete 12,5 Prozent Preisanstieg für die Hauptstadt. Der Postbank Wohnatlas bestätigt unabhängig davon die Preisentwicklung in den großen Metropolen.

Zum Vergleich (Durchschnittspreise für Bestandsimmobilien):

  • Berlin: + 12,5 Prozent (Ø 4.094 Euro/Quadratmeter)
  • Hamburg: + 7,6 Prozent (Ø 5.054 Euro/Quadratmeter)
  • Frankfurt am Main: + 6,9 Prozent (Ø 5.137 Euro/Quadratmeter)
  • Köln: + 5,9 Prozent (Ø 3.668 Euro/Quadratmeter)
  • München: + 4,2 Prozent (Ø 7.474 Euro/Quadratmeter)

Berlins teuerste und günstigste Bezirke

Laut ImmobilienScout24 beträgt der Angebotspreis für Bestandswohnungen in Berlin durchschnittlich 4.094 Euro je Quadratmeter (der letztendlich erzielte Kaufpreis kann jedoch hiervon etwas abweichen). Bei Neubauobjekten liegen die Kaufpreise bei durchschnittlich 5.708 Euro/Quadratmeter.

Dabei kommt es jedoch sehr auf die Lage an: Käufer in Mitte zahlen durchschnittlich zwischen 6.037 und 8.373 Euro pro Quadratmeter für eine Eigentumswohnung. Käufer in Neukölln zahlen bis zu 7.506 Euro. In den weniger zentralen Lagen sind auch die Preise niedriger. In Köpenick liegt die Spanne zwischen 3.269 und 4.534 Euro, in Hellersdorf, dem günstigsten Bezirk Berlins, bei maximal 4.412 Euro im Neubau.

Alle Preise für Neubauwohnungen in den Berliner Bezirken finden Sie in der Neubau-Kauf-Map von ImmobilienScout24.

Noch liegen vor allem Immobilien in zentralen Lagen an der Spitze der Immobilienkaufpreise. Randbezirke und Umland sind noch etwas günstiger, doch hier werden zukünftig die größten Änderungen erwartet.

Trend: Mehr Platz, mehr Grün, weniger Dichte

Die Luft ist rein! Die Erfahrungen mit der Corona-Pandemie verändern wie wir wohnen wollen und das vermutlich langfristig. Das bestätigt auch eine Umfrage, wonach viele Deutsche sich nach größerem Wohnraum (unter anderem auch für das Home Office), einer grüneren Umgebung und mehr Luft zum Durchatmen sehnen. Ob das Pärchen in der Zwei-Raum-Wohnung oder die vierköpfige Familie, die auf 80 Quadratmetern zur Miete wohnt und mit der Vereinbarkeit von Home Schooling und Home Office kämpft: sie vereint die Sehnsucht nach mehr Platz

Experten erwarten deshalb, dass der bestehende Zuzug in den Speckgürtel und das direkte Berliner Umland noch weiter zunehmen wird. Denn hier gibt es ihn noch: den freien Platz inmitten der Natur zu niedrigeren Kaufpreisen.

Besonders Pendler profitieren durch die Corona-bedingte Zunahme des Arbeitens im Home Office. Für viele fallen lange Strecken mit Auto oder Nahverkehr weg – so dass auch etwas weiter von Berlin entfernte Immobilien an Attaktivität gewinnen. Jeder fünfte Berufstätige denkt laut einer Umfragedes Digitalverbands Bitkom über einen Umzug nach, sofern er auch weiterhin im Home Office arbeiten wird.

Da im Zuge dessen die Preise für große Wohnungen und Häuser im Umland stärker steigen werden als in Berlin, wird das Umland auch für Verkäufer und Kapitalanleger attraktiver.

Warum die Immobilienpreise auch 2021 weiter steigen werden

Forschungsinstitute, Wohnungsverbände und Branchenexperten blicken auch auf das neue Jahr 2021 mit positiven Erwartungen. Denn: Staatliche Hilfen zur Pandemiebewältigung und die Zinspolitik der europäischen Zentralbank fluten den Markt auch weiterhin mit „billigem“ Geld. Das müssen die Banken an Verbraucher weitergeben, so dass auch weiterhin mit niedrigen Zinsen für die Immobilienfinanzierung zu rechnen ist.

Noch dazu können viele private Haushalte durch Gastronomie- und Geschäftsschließungen im Lockdown mehr sparen – sofern sie nicht selbst von starken finanziellen Einbußen durch Schließungen oder Kurzarbeit betroffen sind. Denn für viele Deutsche gilt: der private Konsum sinkt und es kann mehr Geld zurückgelegt werden. So stieg die Sparquote der Deutschen 2020 um 4 Prozentpunkte auf durchschnittlich 15 Prozent am Anteil des monatlichen Einkommens (Quelle: Süddeutsche Zeitung). Damit wächst auch das nötige Eigenkapitel für den Immobilienkauf. Käufer profitieren zudem durch die Verlängerung des Antragszeitraums für das Baukindergeld sowie gesunkene Kaufnebenkosten durch das neue Bestellerprinzip.

Allein zwischen 2012 und 2019 entstanden in Berlin 96.533 neue Wohnungen trotz des knappen Baulands (Quelle: Tagesspiegel). Dabei deckt die Zahl der Neubauten noch lange nicht den Bedarf an Wohnraum. Das hält die Preise oben – sowohl im Neubau als auch im Bestand. 2019 hatte zudem nur jede zweite fertiggestellte Wohnung mehr als drei Zimmer. Der Trend in der Hauptstadt ging zu kleinen Studentenwohnungen und Micro-Apartments. Da durch die Corona-Pandemie und das damit verbundene Tele-Lernen allerdings weniger Studenten nach Berlin ziehen, übersteigt das Angebot kleiner Wohnungen die Nachfrage. Es ist ein Wandel zurück zum Neubau von größeren Einheiten zu erwarten, mit einem damit verbundenen Anstieg der Durchschnittspreise.

Was die Zukunft auch bringt: wir kennen uns mit Berlin aus

Als Berliner Maklerunternehmen mit langjähriger Markterfahrung, kennen wir uns bestens mit dem Berliner Immobilienmarkt und der Entwicklung der Immobilienkaufpreise aus. Gerne berät Sie das ImmoKEY Team unverbindlich zu Ihrem Kaufvorhaben und beantwortet Ihre Fragen. Sie erreichen uns über unser Kontaktformular oder gerne auch telefonisch unter +49 (30) 610 820 200.

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Foto: Ingo Lawaczeck Photography