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KASTANIENALLEE IN P’BERG

Geschichtsprächtig…

Unsere Liebeserklärung an die Kastanienallee in Prenzlauer Berg. Und einige sehr interessante Insider-Fakten gibt’s obendrauf … on the top!

Die Kastanienallee in Prenzlauer Berg ist eine der bekanntesten Straßen Berlins und seit 2016 mit der Hausnummer 30 die Adresse unseres ImmoKEY Büros. Ihr szeniger Ruf zieht Reisende aus der ganzen Welt an. Kein Wunder, dass sie in keinem Berlin Reiseführer fehlt. Sie fasziniert aber nicht nur wegen ihrer berühmten Restaurants, Galerien, Boutiquen und Cafés. Sondern vor allem auch aufgrund ihrer spannenden Geschichte … und Geschichten.

„Bitte in die Kastanienallee.“ – „Welche darf’s denn sein?“

Wussten Sie, dass es in Berlin insgesamt sieben Kastanienalleen gibt? Grund dafür ist die Zusammenlegung der Berliner Vororte mit der Kaiserstadt zu Großberlin vor 100 Jahren. Die Kastanienallee in Prenzlauer Berg ist jedoch eindeutig die schönste von ihnen. Finden übrigens nicht nur wir. Auf 950 Metern erstreckt sich die grüne Allee zwischen der Eberswalder Straße in Prenzlauer Berg und der Fehrbelliner Straße in Mitte.

Top Tipp…! Für Berlinbesucher und Neuberliner manchmal ganz schön nervenaufreibend, wenn das Navi einen wieder mal nach jwd (janz weit draußen) schickt, statt zum eigentlichen Ziel. Also unbedingt die Postleitzahl prüfen, die Kastanienallee in Prenzlauer Berg hat die PLZ 10435.

Heute Flaniermeile, früher Durchfahrtstraße

Kann man sich bei all den entspannten Menschen in den Cafés und den breiten Gehwegen gar nicht vorstellen, oder? Die Kastanienallee schaffte laut Berliner Tagesspiegel sogar einmal den Rekord als am stärksten von Fahrrädern befahrene Straße Berlins. Tatsächlich haben die Parkplätze, beidseitigen Radwege, die Straßenbahnlinie M1 und M12 und die einspurigen Fahrbahnen für reichlich Beruhigung gesorgt.

Top Tipp…! Wir sind ehrlich. Mit der Parkplatzsuche kann es manchmal schwierig werden. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad lässt sich die City aber ohnehin am besten erkunden!

Woher die Kastanienallee ihren Namen hat

Angelegt wurde die Kastanienallee 1826 vom Grundbesitzer Wilhelm Griebenow als Verlängerung des Weinbergwegs in Mitte und erhielt ihren Namen wegen der damals zur Begrünung gepflanzten Rosskastanien. Damals lag das Gebiet noch außerhalb Berlins und war geprägt von Brauereien (etwa am Pfefferberg oder der Königstadt) und Feldern. Erst 1865 wurden an dem Feldweg im Rahmen der zunehmenden Industrialisierung die ersten Häuser gebaut. So entstanden die bis heute typischen Berliner Altbauten mit üppigen Wohnungen für die bessere Gesellschaft und kleinen Wohnungen für die Mieter in den oberen Geschossen..

Top Info…! Nachdem die Häuser und Bäume im Krieg sehr gelitten hatten, wurden 1990 im Zuge der Sanierung auf der gesamten Länge neue Bäume gepflanzt. Heute spenden sie im Sommer wieder angenehmen Schatten und gute Luft zum Atmen.

„Kamera, Licht und … bitte!“

Die Kastanienallee wird von den Berlinern wegen ihres oft prominenten Publikums auch scherzhaft „Castingallee“ genannt. Was viele aber gar nicht wissen: hier entstanden die ersten deutschen Filmaufnahmen. 1892 filmte Max Skladanowsky seinen Bruder Emil bei gymnastischen Übungen in ihrem Atelier an der Ecke Kastanienallee / Schönhauser Allee. Die Brüder schrieben mit ihrer Filmkamera „Kurbelkiste 1“ Filmgeschichte und hielten 1896 auch die Kreuzung vor dem Haus in Filmaufnahmen fest.

Top Info…! Die Gebrüder Skladanowsky entwickelten auch das Bioscop, mit dem sie 1895 in Varietés erstmals Filmaufnahmen vor zahlendem Publikum zeigten. Noch heute ist „bioscoop“ das holländische Wort für Kino. Den großen Durchbruch feierte das Medium Film aber letztlich durch den Cinématographe der Brüder Lumière aus Frankreich.

Berlins ältester Biergarten liegt in der Kastanienallee

Wir erwähnten es schon: die Kastanienallee war früher umgeben von einigen Brauereien. Kein Wunder also, dass auch ein großer Biergarten nicht fehlen durfte. Anfangs noch ein reiner Bierausschank wuchs der Prater seit seiner Gründung 1837 schnell zu einem großen Biergarten für tausende Gäste. Später fanden hier auch Theater- und Varieté Shows statt. Ab 1903 gab es dann sogar Filmvorführungen. Bis heute ist der Prater größtenteils in seiner Ursprungsgestalt erhalten. Ab 2021 soll im ehemaligen Theatergebäude wieder die Volksbühne aufspielen.

Top Info…! Wussten Sie, dass bis zum Ende des 19. Jahrhunderst Frauen fast nur an Sonntagen in Lokale gingen? Die restlichen Tage der Woche waren die Herren unter sich und durften lange Zeit sogar ihre selbst belegten Brote in den Prater mitbringen. und ihren mitgebrachten Kaffee vor Ort aufbrühen lassen. Das Bier war deutlich günstiger als direkt in Berlin.

Unser Herz schlägt für die Kastanienallee in 10435 P’Berg

Klar, weshalb wir uns für die Kastanienallee 30 als Standort für ImmoKEY entschieden haben, oder? Großstadtflair trifft auf entspannte Lässigkeit – perfekt für einen Spaziergang – natürlich auch vorbei an unserem Schaufenster. Denn hier finden Sie immer aktuelle Immobilienangebote – mitunter auch solche, die wir nicht online inserieren. Kommen Sie auch gerne auf einen Kaffee herein und lassen Sie sich persönlich informieren!

Aktuelle Immobilienangebote in Berlin finden Sie auf unserer Webseite. Für alle anderen Fragen stehen wir Ihnen gerne unter +49 (30) 610 820 200 zur Verfügung.

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