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NEUKÖLLN

Der Kiez ist Kult

Die Gerüchteküche brodelt gerne mal: Junge, verzogene, stressige Hipster soll es in Neukölln zuhauf geben – so das Klischee…

… das auch das Atzenkabarett in ihrem „Neukölln Hipster Song“ aufgreift. Sie verdrängen die Berliner. Ihr Platz wird gebraucht, für mehr Club-Mate-Cafés, heißt es lakonisch im Song.

Nun ja – wahr ist dagegen: Tatsächlich hat Neukölln in den vergangenen Jahren einen erstaunlichen Wandel hingelegt. Der ehemals solide, bodenständige Bezirk, in dem einst viele Industriearbeiter wohnten, ist heute vor allem bei weltoffenen Studenten sowie Künstlern und Kreativen beliebt. Das liegt an den vergleichsweise günstigen Mieten der vielen Bestandsbauten, die nun allerdings auch immer mehr steigen.

Über den Bezirk hinaus bekannt ist der familienfreundliche Schillerkiez, nicht zuletzt durch den direkten Zugang zum Tempelhofer Feld. Skater, Jogger, Hobbygärtner und Familien nutzen die beliebte Freizeitfläche zur Erholung. Wer es noch grüner mag, besucht den Volkspark Hasenheide, in dem jährlich ein großes Maifest stattfindet. Oder findet im Sommer Abkühlung im Sommerbad am Columbiadamm.

Kreuzkölln setzt Trends

Denn Neukölln ist im Nordwesten zentral – das trendige Kreuzberg ist nah. Vor allem rund um den Reuterkiez – auch Kreuzkölln genannt – ist eine lebendige Clubszene entstanden. Urige Kneipen und hippe Bars, schicke Galerien und versteckte Clubs eröffnen rund um das Maybachufer und den Landwehrkanal.

Legendär: Die alteingesessene Ankerklause, in der schon Quentin Tarantino nach den Dreharbeiten zu „Inglourious Basterds“ gefeiert hat.

Komplett verdrängt hat das party-affine und studierende Jungvolk die Altberliner Stamm-Neuköllner natürlich nicht. Stattdessen ist aus dem Miteinander von Ur-Neuköllnern, Deutschtürken und zugezogenen Neu-Neuköllnern ein ganz besonderer Mikrokosmos entstanden: Neukölln ist die neue Szene – unaufgeregt und leger.

In Rixdorf ist Musike

Ganz anders sieht es im historischen Rixdorf rund um den Richardplatz aus. Ganz nah am Neuköllner Ortsteilzentrum entpuppt sich der Bezirk als innerstädtisches, aber fast ländliches Idyll: Kopfsteinpflaster, versteckte Gärten, Stuck und Fachwerk zieren das ehemals böhmische Dorf. In der 400 Jahre alten Schmiede werden noch heute Messer und Kunstgegenstände geschmiedet.

Tatsächlich ist Neukölln um diesen historischen Kern gewachsen. Die eigenständige Stadt Neukölln wurde erst 1920 offiziell Teil Berlins. Ihren alten Namen „Rixdorf“ legte sie aber schon 1912 ab, um den Ruf des legendären Ausgehviertels abzustreifen. Denn schon 1889 besang der Komiker Heinrich Littke-Carlsen frivole Engtänze mit dem Lied „In Rixdorf ist Musike“. (Spannender Hintergrundartikel im Tagesspiegel)

Ausgelassenes Feiern hat in Rixdorf auch heute noch Tradition. Nach dem Spaziergang durch den alten Dorfkern sorgt das Rixdorfer Brauhaus mit selbst gebrauter Rixdorfer Fassbrause und deftigen Speisen für Stärkung. Und danach geht’s in eine der neu angesagten Bars oder Clubs zwischen Richard- und Böhmischer Platz.

Neukölln hat auch ruhige Orte

Gelassener lebt es sich dagegen in den südlichen Kiezen Buckow und Rudow, Britz und Gropiusstadt. Hier stehen Miethäuser harmonisch neben Einfamilienhäusern. Vor allem der Landschaftspark Britzer Garten sorgt für Erholung. Süd-Neuköllner schätzen außerdem die Nähe zum Flughafen Schönefeld und dem aufstrebenden Wissenschaftspark in Adlershof, in dem viele neue Arbeitsplätze entstehen.

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